Beschwerden & Anwendungsbereiche

Schwellungen – erst abklären, dann entstauen

Ein Bein, das abends prall wird. Ein Arm, der nach einer Operation gespannt bleibt. Bevor drainiert wird, muss klar sein, woher die Schwellung kommt – nicht jede darf behandelt werden.

Wie ein Stau entsteht

Das Lymphsystem befördert Flüssigkeit aus dem Gewebe zurück in den Kreislauf. Anders als das Blut wird die Lymphe nicht von einer Pumpe bewegt, sondern von Muskelarbeit, Atmung und der Eigenbewegung der Gefässe. Fällt diese Unterstützung weg – bei langem Sitzen oder Stehen, nach Operationen, nach Verletzungen oder bei Hitze –, sammelt sich Flüssigkeit an. Die Haut spannt, das Körperteil wird schwer. Kräftige Behandlung verschlechtert die Situation, weil sie die feinen Lymphgefässe zusätzlich behindert.

Therapeutischer Ansatz

Die Technik – und die Abgrenzung

Gearbeitet wird mit sehr leichtem Druck in kreisenden, pumpenden und schöpfenden Bewegungen, beginnend bei den zentraleren Abflussbereichen. Entscheidend ist aber der Schritt davor: Bei plötzlich aufgetretener, einseitiger Schwellung, bei Rötung und Überwärmung oder bei bekannter Herz-, Nieren- oder Schilddrüsenerkrankung wird nicht drainiert, sondern zuerst abgeklärt. Diese Grenze ziehen wir konsequent.

Hinweis

Nicht drainiert wird bei akuter Thrombose, unbehandelter Herzschwäche, fiebrigen Infekten und akuten Entzündungen sowie bei Schwellungen, die plötzlich, ungeklärt oder einseitig auftreten – hier steht die ärztliche Abklärung voran.

Häufige Fragen

Antworten zu den häufigsten Fragen rund um Lymphstau und Schwellung und therapeutische Massage.

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