Beschwerden & Anwendungsbereiche

Schulterschmerzen – muskulär oder strukturell?

Beim Anziehen der Jacke, beim Griff nach oben, beim Liegen auf der betroffenen Seite: Schulterbeschwerden melden sich ständig. Die entscheidende Frage lautet, ob die Muskulatur oder eine Struktur im Gelenk dahintersteckt.

Warum die Schulter so anfällig ist

Kein Gelenk hat einen so grossen Bewegungsspielraum. Diese Freiheit erkauft sich die Schulter damit, dass sie kaum knöchern geführt, sondern überwiegend muskulär stabilisiert wird. Gerät das Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht – durch einseitige Überkopfarbeit, Krafttraining ohne Ausgleich oder stundenlanges Sitzen mit vorgezogenen Schultern –, verhärten einzelne Anteile, während andere zu schwach bleiben. Genau diese Konstellation ist gut behandelbar. Sehnen- und Gelenkschäden dagegen nicht.

Therapeutischer Ansatz

Behandelt wird der ganze Gürtel

Es reicht selten, dort zu arbeiten, wo es weh tut. Wir beziehen den gesamten Schultergürtel ein: Muskulatur zwischen den Schulterblättern, oberen Rücken, seitliche Schulter und meist auch die Brustmuskulatur, deren Verkürzung die Schulter nach vorn zieht. Die therapeutische Massage bearbeitet die Verhärtungen gezielt, die Sportmassage kommt bei trainingsbedingter Überlastung zum Zug. Zeigt sich im Bewegungstest ein Muster, das auf eine Sehnenbeteiligung hinweist, verweisen wir auf eine ärztliche Abklärung.

Hinweis

Ist die Schulter gestürzt, bricht die Kraft plötzlich ein, schmerzt sie nachts in Ruhe oder kommt der Arm nicht mehr über die Waagrechte, muss zuerst ärztlich untersucht werden. Gerissene Sehnen, Entzündungen und Gelenkschäden sind einer Massage nicht zugänglich.

Häufige Fragen

Antworten zu den häufigsten Fragen rund um Schulterschmerzen und therapeutische Massage.

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